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Montag, 12. Mai 2014

Pate werden!

Grosstrappen brüten auf Wiesen und Äckern. Auf den eigenen Flächen des Fördervereins können wir viel für die nötige Ruhe zum Brüten und zum Überleben der heranwachsenden Jungtrappen tun.

Zu viele Gelege müssen aber gerettet werden, wenn sie sich zum Beispiel auf Äckern befinden, die auf herkömmliche intensive Weise bewirtschaftet werden. In unserer Obhut werden die Eier in Brutschränken ausgebrütet, die Küken aufgezogen und  in den Belziger Landschaftswiesen oder im Fiener Bruch ausgewildert.
Hier müssen wir helfen, denn der natürliche Nachwuchs reicht in diesen Gebieten noch nicht für den Fortbestand der Grosstrappen. Sie können mit einer Patenschaft nicht nur einer jungen Trappe ins Leben helfen sondern auch dessen Zukunft in einer Kulturlandschaft, die reich an Pflanzen- und Tierarten ist, sichern. 
Vielleicht wird aus Ihrem Küken ein staatlicher Hahn, den Sie nach wenigen Jahren bei seiner imposanten Balz beobachten können. Oder Ihr „Patenküken“ wird eine Henne, die in zwei Jahren selber für Nachwuchs sorgt.
Unterstützen Sie mit Ihrer Patenschaft über 50 € die Arbeit des Fördervereins Grosstrappenschutz e.V.! Wir bedanken uns bei jedem Paten mit einer Urkunde. Natürlich informieren wir Sie auch regelmäßig über den weiteren Lebensweg Ihrer Trappe.
Wir bedanken uns für Ihre Hilfe, der Förderverein Grosstrappenschutz

Mehr über diese tollen Vögel auf unserer Internetseite

Mittwoch, 5. März 2014

Großtrappenschutz mit Hund und Falle

Das Ergebnis der vergangenen Brutzeit spricht  für sich: Gerade mal ein Großtrappen-Küken hat es 2013 im Europäischen Vogelschutzgebiet „Fiener Bruch“ geschafft, flügge zu werden. In den beiden anderen Großtrappengebieten sieht es nicht viel besser aus.

Junge Großtrappen während ihrer Auswilderung ins EU-Vogelschutzgebiet Fiener Bruch. Quelle: Archiv Förderverein Großtrappenschutz e.V.
Die Großtrappen sind bundesweit von einer bestandserhaltenden Nachwuchsrate weit entfernt. Nur durch die intensive Schutzarbeit des Fördervereines Großtrappenschutz e.V. mit zahlreichen Auswilderungen von Handaufzuchten der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburgs konnte die Großtrappe vom Aussterben bewahrt werden. Bis heute hat sich der Bestand bundesweit auf etwa 170 Tiere erholt. Dennoch  zählt die Art weiterhin zu den am stärksten bedrohten Arten des Landes.

Sonntag, 26. Januar 2014

Praktikum & Bachelor-/Master-Arbeit

Organisation:   Förderverein Großtrappenschutz e.V.  
Einsatzort:        Großtrappenschutz-Projekt im SPA-Gebiet „Fiener Bruch“  in Sachsen-Anhalt
Bereich:             Natur- und Artenschutz, Entomologie

Fachlicher Hintergrund
Das Überleben der Großtrappen (Otis tarda) in der Agrarlandschafts Deutschlands hängt maßgeblich von der Überlebensrate ihrer Küken ab. Diese benötigen zum Überleben in den ersten Lebenswochen ein sehr hohes, leicht verfügbares Angebot an Nährinsekten. 

Großtrappenbestand im Fiener Bruch auf Rekordstand

Gute Nachrichten aus dem Fiener Bruch in Sachsen - Anhalt: So viele Großtrappen gab es hier schon seit langem nicht mehr. Mittlerweise zählt der Bestand 50 Tiere. Und dabei stand die Großtrappe vor wenigen Jahren noch kurz davor endgültig im Fiener Bruch auszusterben.

Also, alles im Lot im Fiener Bruch? Die Tendenz stimmt, aber es bleibt auf jeden Fall noch viel zu tun. Neben der Anlage von Futterstreifen, ist es vor allem die weitere Bestandsregulierung von Raubsäugern, die als Eierdiebe den Trappen das Leben schwer machen, ein wichtiger Baustein des Großtrappenschutzes.

Zusammen mit den Großtrappen im Fiener Bruch, leben - Stand heute - wieder 172 dieser wundervollen Vögel in Deutschland. Die Strategie aus Schutz der Freilandbruten (Schutzzäune gegen Raubsäuger, Futterstreifen) und die Auswilderungen, zeigen Erfolg! Wollen wir hoffen, dass der Winter nicht zu hart wird, damit alle Jungvögel in den Frühling starten können.

Freitag, 27. Dezember 2013

Windparkplanung im Überwinterungsgebiet

Erneut war unsere Gebietsbetreuerin aus dem Fiener Bruch, Dorothée März unterwegs, um in Sachen Windkraftanlagen vs. Großtrappenschutz tätig zu werden. Die Bürgerinitiative „Unsere schöne Heimat“ hatte zu einem Vortrag eingeladen, in dem auf die Bedrohung der Überwinterungsplätze im Zerbster Land durch eine geplante Windkraftanlage hingewiesen werden sollte.
Insgesamt 40 Zuhörer kamen der Einladung nach und folgten den Ausführungen von Dorothée sehr aufmerksam. Die Fläche, auf der zwölf Windräder errichtet werden sollen, befinden sich in auf landwirtschaftlichen Nutzflächen der Gemeinden Loburg, Zeppernick und Brietzke. Flächen, die für die Großtrappen nach der Errichtung als Überwinterungsfläche verloren wären.
Dorothée März machte den anwesenden Zuhörern klar: : "Wo solche Anlagen errichtet werden, geben Großtrappen ihre Aufenthaltsplätze auf. Windkraftanlagen sind Störfaktoren für die Tiere, denen schon jetzt nur noch ein Prozent ihres ursprünglichen Lebensraumes zur Verfügung steht."
Wir bedanken uns bei der Volksstimme, die über diesen Vortragsabend ausführlich berichtete. Den gesamten Bericht können Sie hier nachlesen: http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/burg/1176512_BI-Grosstrappe-braucht-das-Gebiet-bei-Zeppernick.html

Weitere Infos folgen. Liebe Grüße, Ihr Team vom Förderverein Großtrappenschutz e.V.

Montag, 19. August 2013

Neues von unseren Trappenhennen

Aktuelle Großtrappenfotos aus dem Fiener Bruch

Wir freuen uns, Ihnen neue Bilder aus dem Fiener Bruch zeigen zu können. Diese wurden mit einer Wildkamera aufgenommen, die wir im Gebiet installiert haben. 




Montag, 5. August 2013

Brachvögel wieder in freier Wildlbahn

Endlich war es soweit und vier junge Brachvögel konnten nach erfolgreicher Aufzucht zurück ins Fiener Bruch entlassen werden. 

Letzte Woche erschien in der Volksstimme dieser Artikel über uns:

Im Mai wären die Vier noch vor ihrem Schlupf beinahe der Grünlandmahd zum Opfer gefallen. Zum Glück hatte Herr Oge, Fahrer der Landwirtschaftsmaschine, das Nest im letzten Moment entdeckt, mit dem Mähwerk einen Bogen darum gemacht, und sofort die Mitarbeiterin des Fördervereines Großtrappenschutz e.V. per Anruf alarmiert. Als Dorothée März eintraf, waren die Nebelkrähen schon dabei, den Brachvogeleltern ihre Brut streitig zu machen.

Foto 1: Drei der vier Brachvogel-Küken nach dem Schlupf in der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburgs in Buckow. Foto: A. Marinko
Dank der Mithilfe des aufmerksamen Mitarbeiters der Agrargenossenschaft Tucheim konnten die vier Eier rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Samstag, 27. Juli 2013

Seeadler-Ablenkfütterung für Großtrappenschutz

Das europäische Vogelschutzgebiet Fiener Bruch und dessen Umland sind Lebensraum des letzten Großtrappen-Vorkommens in Sachsen-Anhalt. Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts zogen ab Ende März die Jäger zur Pirsch auf den balzenden Großtrappenhahn.
Heute wäre das undenkbar, denn das bis zu 16 Kilogramm schwere Flugwild zählt zu den am stärksten gefährdeten Arten Deutschlands. In Sachsen-Anhalt war die Trappe um die Jahrtausendwende kurz davor gänzlich zu verschwinden.

Foto 1: Wildkamera-Aufnahme der Ablenkfütterung des Fördervereines Großtrappenschutz e.V. auf dem TÜP Altengrabow. Foto: Förderverein Großtrappenschutz e.V.
Nur durch intensive Schutzbemühungen konnte sich der Großtrappenbestand im Fiener Bruch bis heute wieder auf rund 30 Individuen vergrößern. Deutschlandweit zählt der Großtrappen-Bestand im Jahr 2013 wieder knapp 140 Tiere.

Freitag, 19. Juli 2013

Schutz der Großtrappen über die Landesgrenze hinaus! 

Fiener Bruch. Am 08. Juli besuchten Großtrappenschützer aus Ungarn und Österreich das Schutzprojekt „Großtrappe“ im Einstandsgebiet Fiener Bruch. 

Als Koordinatorin des Projektes war es für Dorothée März eine Freude, den Kollegen aus dem Ausland den hiesigen Großtrappen-Lebensraum und einzelne Maßnahmen darin vorzustellen.
Die Tagesexkursion ermöglichte es, den Gästen sowohl Schwierigkeiten als auch Erfolge und Erkenntnisse möglichst anschaulich und praxisnah zu schildern und damit den Wissens- und Erfahrungsaustausch unter einander zu maximieren.

Am Morgen der Besichtigungstour nahmen sich sogar zwei der im Projekt involvierten Landwirte, Herr Behrendt und Herr Feie, ein wenig Zeit. So konnten sie den angereisten Großtrappenschützern persönlich ihre Situation zum Wirtschaften im Vogelschutzgebiet schildern
Foto 1: Die beiden Landwirte Herr Feie (li.) und Herr Behrendt (re.) im Gespräch mit Herrn Dr. Langgemach von der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburgs im Fiener Bruch, Foto: Rainer Raab

Auf dem Exkursionsplan stand außerdem ...

Aktuelle Grosstrappenfotos




















Aktuelle Bilder aus dem Fiener Bruch

Freitag, 7. Juni 2013

07.06.2013: Frühe Mahd auf Trappenschutzflächen

Autor: Astrid Eisenberg

Seit Anfang dieser Woche hat die Mahd auf einigen Grünlandflächen im Großtrappenschutzgebiet Havelländischen Luch begonnen. 


Wie kann das sein, hier brüten doch Großtrappen? wird sich der aufmerksame Beobachter fragen, der einen der beiden Beobachtungstürme im Naturschutzgebiet besucht.
Der frühe Mahdtermin ist eine auf die Bedürfnisse der Großtrappen zugeschnittene Maßnahme. Natürlich wird vor der Mahd durch Beobachtung sichergestellt, dass sich auf den Flächen keine Brutplätze von Großtrappen befinden...

Samstag, 4. Mai 2013

12.Mai 2013 | Tag der Großtrappe


Tag der Großtrappe am 12.Mai 2013 



Zum Tag der Großtrappe im Vogelschutzgebiet Fiener Bruch lädt Sie der Förderverein
Großtrappenschutz e. V. am Sonntag, den 12.05.2013 herzlich auf den Königsroder Hof bei Tucheim ein!

Um 11:00 Uhr beginnt das Programm mit spannenden Vorträgen über die Großtrappe. Die
Großtrappe zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. In Deutschland ist die imposante Vogelart akut vom Aussterben bedroht und zu einer echten Seltenheit geworden. 

Montag, 11. Februar 2013

Großtrappen und Jagd

In der Ausgabe 4/ 2013 widmet sich die renommierte deutsche Jagdzeitung "Wild und Hund" den Großtrappen. Hintergrund der Berichterstattung ist die Situation der Großtrappen in den deutschen Schutzgebieten.

Wie die Autorin Dorotheé März verdeutlichte, steht und fällt die zukünftige Entwicklung des Bestandes mit einem zielgerichteten Biotopmanagement und der aktiven Mitwirkung von Landeigentümern / - nutzern. Und Jägern. Hege als wesentlicher Teil jagdlicher Tradition.

Denn der Raubwildbestand gibt Anlass zur Sorge. Zusammen mit den Jägern der Region, wird an Konzepten und Strategien gearbeitet, den Bestand an Raubwild dauerhaft kurz zu halten. Neben den üblichen Verdächtigen, sind es vor allem die zoologischen "Neubürger", die Grosstrappenküken das Leben schwer machen. Insbesondere die hohe Waschbärpopulation scheint besorgniserregend.

Der Artikel erscheint in der Ausgabe 4/2013. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Mittwoch, 28. November 2012

Bestandsschätzung Herbst 2012

Die aktuellen Bestandszahlen der Großtrappen sind vielversprechend. Aktuell (November) wurden insgesamt min. 145 Großtrappen in den drei Einstandsgebieten gezählt:

Fiener Bruch: 46
Belziger Landschaftswiesen: 43
Havelländisches Luch: 56







Freitag, 23. November 2012

Pressemitteilung: Volksstimme | Pappeln werden im Fiener gefällt

46 Pappeln sollen in den nächsten Tagen in der Paplitzer Gemarkung im Fiener Bruch gefällt werden, um den Lebensraum der Trappen zu verbessern. Der Förderverein informierte darüber im vergangenen Umweltausschuss und traf nicht nur auf Befürworter.
Burg/Genthin l Vor zwei Jahren wurde im Fiener Bruch damit begonnen, Pappeln zu fällen. Nun informierte Henrik Watzke den Umweltausschuss darüber, dass auch für 2012 die Genehmigung ausgestellt worden ist, 46 Bäume zu fällen....

46 Grosstrappen im Fiener Bruch gezählt

Heute wurden im Fiener Bruch 46 Grosstrappen gezählt.

Montag, 1. Oktober 2012

Auswilderung 2012

In diesem Jahr wurden 62 Großtrappeneier von gefährdeten Gelegen aufgenommen. Sechs wurden kurz vor dem Schlupf wieder unter die noch brütende Henne verbracht, nachdem vorher die Eier durch Holzimitate ausgetauscht wurden. Mindestens vier Küken sind daraus erfolgreich geschlüpft. 

Aus den verbliebenen 56 Eiern sind 45 Küken geschlüpft. 34 Küken konnten erfolgreich aufgezogen werden und kamen in einem Alter von mindestens acht Wochen in zwei Gruppen zur Auswilderung. Mitte Juli wurden 16 Jungtrappen zur Auswilderung ins Fiener Bruch (anhaltischer Teil) gebracht, von diesen sind aktuell noch 14 am Leben.

18 Jungtrappen kamen Anfang August in die Belziger Landschaftswiesen. Drei Verluste gab es auch hier durch Verletzungen und einem erfolgreichen Seeadlerangriff. 

Eine erste Einschätzung über die jährlichen Auswilderungen kann aber erst nach dem nächsten Winter gemacht werden. Dann hat sich herausgestellt, ob und wieviele Jungtrappen sich erfolgreich in den Wildbestand integriert haben und mit den widrigen Bedingungen im Winter zurecht gekommen sind. 

Die natürliche Nachwuchsrate im Havelländisches Luch ist für die Stabilität des dortigen Bestandes ausreichend, so dass hier schon mehrere Jahre keine Auswilderung mehr erfolgt. In den beiden anderen Vorkommensgebieten wird eine Bestandsstützung durch handaufgezogene Jungtrappen auch noch in den nächsten Jahren nötig sein.

Gerne können Sie uns bei uns bei unseren Bemühungen den Wildbestand der Großtrappen durch Auswilderung handaufgezogener Jungtrappen zu stützen, mit einer Spende helfen. Unterstützen Sie uns!