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Mittwoch, 5. März 2014
Großtrappenschutz mit Hund und Falle
Das Ergebnis der vergangenen Brutzeit spricht für sich: Gerade mal ein Großtrappen-Küken hat es 2013 im Europäischen Vogelschutzgebiet „Fiener Bruch“ geschafft, flügge zu werden. In den beiden anderen Großtrappengebieten sieht es nicht viel besser aus.
Die Großtrappen sind bundesweit von einer bestandserhaltenden Nachwuchsrate weit entfernt. Nur durch die intensive Schutzarbeit des Fördervereines Großtrappenschutz e.V. mit zahlreichen Auswilderungen von Handaufzuchten der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburgs konnte die Großtrappe vom Aussterben bewahrt werden. Bis heute hat sich der Bestand bundesweit auf etwa 170 Tiere erholt. Dennoch zählt die Art weiterhin zu den am stärksten bedrohten Arten des Landes.
Sonntag, 26. Januar 2014
Praktikum & Bachelor-/Master-Arbeit
Organisation: Förderverein Großtrappenschutz
e.V.
Einsatzort: Großtrappenschutz-Projekt
im SPA-Gebiet „Fiener Bruch“ in Sachsen-Anhalt
Bereich: Natur- und Artenschutz,
Entomologie
Fachlicher Hintergrund
Das Überleben der Großtrappen (Otis tarda) in der Agrarlandschafts
Deutschlands hängt maßgeblich von der Überlebensrate ihrer Küken ab. Diese benötigen zum
Überleben in den ersten Lebenswochen ein sehr hohes, leicht verfügbares Angebot
an Nährinsekten.
Großtrappenbestand im Fiener Bruch auf Rekordstand
Gute Nachrichten aus dem Fiener Bruch in Sachsen - Anhalt: So viele Großtrappen gab es hier schon seit langem nicht mehr. Mittlerweise zählt der Bestand 50 Tiere. Und dabei stand die Großtrappe vor wenigen Jahren noch kurz davor endgültig im Fiener Bruch auszusterben.
Also, alles im Lot im Fiener Bruch? Die Tendenz stimmt, aber es bleibt auf jeden Fall noch viel zu tun. Neben der Anlage von Futterstreifen, ist es vor allem die weitere Bestandsregulierung von Raubsäugern, die als Eierdiebe den Trappen das Leben schwer machen, ein wichtiger Baustein des Großtrappenschutzes.
Zusammen mit den Großtrappen im Fiener Bruch, leben - Stand heute - wieder 172 dieser wundervollen Vögel in Deutschland. Die Strategie aus Schutz der Freilandbruten (Schutzzäune gegen Raubsäuger, Futterstreifen) und die Auswilderungen, zeigen Erfolg! Wollen wir hoffen, dass der Winter nicht zu hart wird, damit alle Jungvögel in den Frühling starten können.
Großtrappenbalz 2014 - Die Termine
Während der Balzzeit der Großtrappen ist das
Ausstellungshaus der Staatlichen Vogelschutzwarte ab dem 05. April bis zum
18. Mai an den Wochenenden und Feiertagen jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr
geöffnet. Der Förderverein Großtrappenschutz e.V. informiert hier über das
Schutzprojekt Großtrappe und über Beobachtungsmöglichkeiten im havelländischen
Schutzgebiet.
Führungen (Anmeldung unter Tel.: 03386 211227)
In einem kurzen Vortrag wird im Ausstellungshaus an
der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburgs Wissenswertes und Interessantes
zum Schutzprojekt und zu den beeindruckenden Vögeln berichtet. Anschließend
können die Trappenhähne vom Beobachtungsturm störungsfrei bei ihrer
"Show" erlebt werden. Fernglas und winddichte Kleidung in gedeckten
Farben werden empfohlen.
Treffpunkt und Information...
Freitag, 27. Dezember 2013
Windparkplanung im Überwinterungsgebiet
Erneut war unsere Gebietsbetreuerin aus dem Fiener Bruch, Dorothée März unterwegs, um in Sachen Windkraftanlagen vs. Großtrappenschutz tätig zu werden. Die Bürgerinitiative „Unsere schöne Heimat“ hatte zu einem Vortrag eingeladen, in dem auf die Bedrohung der Überwinterungsplätze im Zerbster Land durch eine geplante Windkraftanlage hingewiesen werden sollte.
Insgesamt 40 Zuhörer kamen der Einladung nach und folgten den Ausführungen von Dorothée sehr aufmerksam. Die Fläche, auf der zwölf Windräder errichtet werden sollen, befinden sich in auf landwirtschaftlichen Nutzflächen der Gemeinden Loburg, Zeppernick und Brietzke. Flächen, die für die Großtrappen nach der Errichtung als Überwinterungsfläche verloren wären.
Dorothée März machte den anwesenden Zuhörern klar: : "Wo solche Anlagen errichtet werden, geben Großtrappen ihre Aufenthaltsplätze auf. Windkraftanlagen sind Störfaktoren für die Tiere, denen schon jetzt nur noch ein Prozent ihres ursprünglichen Lebensraumes zur Verfügung steht."
Wir bedanken uns bei der Volksstimme, die über diesen Vortragsabend ausführlich berichtete. Den gesamten Bericht können Sie hier nachlesen: http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/burg/1176512_BI-Grosstrappe-braucht-das-Gebiet-bei-Zeppernick.html
Weitere Infos folgen. Liebe Grüße, Ihr Team vom Förderverein Großtrappenschutz e.V.
Weitere Infos folgen. Liebe Grüße, Ihr Team vom Förderverein Großtrappenschutz e.V.
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